Kaindorf

Scheiblhofer Rainer
Kaindorf wurde urkundlich erstmals um 1255 als Chundorf (Dorf des Konrads) genannt. Der Landstrich war ein Geschenk des Markgrafen Leopold des Starken an seinen steirischen Ministerialen Konrad von Safen, dem Gründer des Dorfes. Nach dem Aussterben der Herren von Safen gingen die Besitzungen an die verwandten Geschlechter der Herren von Stubenberg, Neuberg, Stadeck und Teuffenbach über. Vermutlich wurde bald nach der Gründung des Ortes die Pfarrkirche St. Jakob als Filialkirche von Hartberg errichtet. 1313 wurde sie erstmals als Vikariatskirche genannt.
Da Kaindorf an der Kreuzung alter Verkehrswege lag, wurde als Kirchenpatron der Schutzheilige der Reisenden und Pilger, Jakobus der Ältere, gewählt.
Nach schweren Verwüstungen durch die Kuruzzen gebührt dem Vikar von Kaindorf Adam Melchior Ettinger, der in schwerer Zeit 49 Jahre ein unermüdlicher Hirte seiner Pfarre war, großer Dank. Die heutige Pfarrkirche wurde unter ihm 1711-1715 vom Pöllauer Maurermeister Remigius Horner unter Einbeziehung des Vorgängerbaues errichtet.